3 Fragen an: Edgar Franke, MdB

Was hat Dich in den letzten Wochen beeindruckt?

Dr. Edgar Franke, MdB Bild: Tino Basoukos

Mir hat der menschliche Zusammenhalt, der an so vielen Stellen zu spüren ist, sehr viel Mut gemacht. Inzwischen staune ich, was sich von zu Hause aus erledigen lässt: Abstimmungen, Beratungsgespräche, Anfragen und der Kontakt zu Opfern der terroristischen Anschläge von Halle und Hanau.

Allerdings hat der Bundestag während der Coronozeit durchgearbeitet, so dass ich die meiste Zeit nach wie vor in Berlin bin. Dort haben wir auch noch viele Präsenzsitzungen.

Was prägt in Zeiten der Corona-Krise Deine politische Arbeit vor Ort?

Bürgernähe findet ja für einen Angeordneten im Wahlkreis statt. Derzeit gibt es aber noch kaum Möglichkeiten zur Begegnung – eben nur virtuell. Der direkte Kontakt fehlt mir persönlich sehr, das ist ja der schönste Teil meiner Arbeit. Der Kontakt hat sich jedoch verlagert.

Noch nie habe ich so viele Mails und Briefe von Bürgerinnen und Bürgern bekommen, die sich mit ihren Nöten an mich wenden.

Worauf freust Du Dich in den kommenden Wochen und Monaten?

Natürlich fehlt mir auch vieles. Der persönliche Kontakt, die freundschaftliche Umarmung. Und ich möchte meine Freunde treffen und bei meinem Lieblingsitaliener mit der ganzen Familie wieder essen gehen und ein Bier oder Rotwein trinken.

Ich glaube, uns wird gerade bewusst, wie wertvoll vieles von dem ist, was wir noch vor wenigen Wochen als völlig selbstverständlich wahrgenommen haben. Aber auch, wie wertvoll die Arbeit von vielen Menschen ist, die vorher zu wenig wahrgenommen wurden. Ich hoffe, dass es da mehr Wertschätzung geben wird und wir in Zukunft dankbarer sind für das, was wir haben.