3 Fragen an: Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann

Was hat Dich in den letzten Wochen beeindruckt?

Das Vertrauen, das Landrat Winfried Becker und mir für unsere politische Arbeit und unser Krisenmanagement entgegengebracht wurde, hat mich sehr beeindruckt. Und auch wie oft sich die
Menschen für unsere Arbeit bedankt haben. Das hat für Manches entschädigt. Es freut mich, dass wir uns dieses Vertrauen in den letzten Jahren erarbeitet haben. Die Zusammenarbeit im Team fand ich ebenso großartig, wie den sehr effizienten Umgang mit öffentlichen Mitteln. Auch die schnelle Aufstockung der Beatmungsplätze in den Krankenhäusern in unserem Kreis, die wir
binnen weniger Wochen verdoppeln konnten, finde ich immer noch beeindruckend. Entgegen der oftmals geübten Kritik sprechen gerade solche Beispiele für die Stärken unseres föderalen Systems der sozialen Marktwirtschaft. Ein zu starker Zentralismus oder eine rein liberalistische Wirtschaftsweise wären für ein schnelles und gezieltes lösungsorientiertes Handeln nicht förderlich.

Was prägt in Zeiten der Corona-Krise Deine politische Arbeit vor Ort?

Eine extrem hohe Anspannung mit vielen Herausforderungen, die täglich bewältigt und gelöst werden müssen. Hier hat das oft unklare und überhastete Vorgehen des Landes häufig für Probleme gesorgt und wir mussten oft nachbessern. Aber auch die kollegiale Zusammenarbeit mit Winfried Becker und dem Team der Kreisverwaltung möchte ich ausdrücklich nennen. Die meisten Entscheidungen treffen wir in einem sehr konstruktiven Dialog und setzen unsere Entscheidungen schnell und effizient um.

 

Worauf freust Du Dich in den kommenden Wochen und Monaten?

Auf ein wenig mehr Ruhe und Zeit mit vertrauten Menschen aus dem Familien- und Freundeskreis. Aber auch darauf, dass unser soziales und kulturelles Leben und die vielen Veranstaltungen, die das Leben ungemein bereichern, wieder stattfinden. Gerade durch den Wegfall von Veranstaltungen in dieser Zeit wird uns bewusst, wie wichtig die ehrenamtliche Vereins- und Kulturarbeit für uns alle ist. Es wird deutlich, dass ehrenamtliche Arbeit nicht selbstverständlich ist. Sie erfährt gerade jetzt eine mehr als berechtigte Wertschätzung.
Ich freue mich vor allem, dass ich mir durch die aktuell niedrigen Infektionszahlen und die eingekehrte Routine etwas weniger Sorgen um die Gesundheit der Menschen in unserem Schwalm-Eder-Kreis machen muss. Dies hat mich in den ersten Wochen stark beschäftigt. Ich hoffe sehr, dass diese Entwicklung anhält.
Und dann freue ich mich noch über mein neues Fahrrad, mit dem ich auf Ausfahrten unseren schönen Schwalm-Eder-Kreis aus anderer Perspektive genießen kann.